
Die Zisterne – eine Verbindung aus Stein und Eisen
Der Mensch in Istrien verwendete schon immer für alle seine Kunstwerke und täglichen Gebrauchsgegenstände den Stein – den Schieferstein zum Bau der Steinhütte, der Wände und Dächer, und der harte, in Blöcke geschnittene Stein, aus dem er Steingefäße für Öl meiselte, Verzierungen an den Häusern oder 'Hälse' für die Zisterne.
Und Eisen? Dies verwendete er außer zur Herstellung von landwirtschaflichen Werkzeugen auch für die phantasiereiche Verzierung von Hauseingängen, an Feuerstellen und Zisternen, auf denen neben dem Herstellungsjahr auch oft der Name des Eigentümers eingemeiselt war.
Zisternen bedeuteten früher Leben, die Kunst und die Kenntnis erstklassiger und spezialisierter Baumeister, aber auch Armut und Reichtum von deren Besitzern.
In Savièenta gibt es an die fünfzehn Zisternen, und eine im Jahr 1808 erbaute, wurde auf einem der schönsten Marktplätze in Istrien aufgestellt. Die Säule an der Hauptzisterne diente als Träger von Regentraufen, die das Regenwasser von den Dächern der umliegenden Häuser bis zum Wasserspeicher leiteten. Die Bewohner von Svetvinèenat sind stolz auf ihre Zisternen, die neben den praktischen Gründen auch ein wichtiges Element zur Gestaltung der Mittelpunkte von Stadt- und Dorfplätzen sind.








