Die byzantinische Periode
Die barbarischen Durchbrüche und Umzüge der germanischen Goten führten 476 zu dem Zusammenbruch des Weströmischen Reiches, das über die istrische Halbinsel mehr als 5 Jahrhunderte regierte. Doch 30 Jahre später erneut der Kaiser des Oströmischen Reiches, Justinian, das Reich, womit die byzantinische Herrschaft über Istrien beginnt und bis 751. dauert. Auf seinem Eroberungsweg von Konstantinopol bis Ravenna, aus der Justinian 535 eine neue Westmetropole mach, ließ er zahlreiche monumentale Gebäude bauen. Eines von dennen befindet sich gerade in Istrien.
Unter byzantinischer errschaft beginnt Pula, sich kulturell zu entwickeln. Der ravennische Bischof Maximilian, geboren in Veštar neben Rovinj, ließ eine monumentale Dreischiffbasilika bauen, von der heute nur noch eine von zwei Memorialkapellen kreuzförmigen Grundrisses bewahrt ist. Wegen wunderschöner Ornamente aus Marmor, Mosaik und Stuck wurde diese Basilika die Heilige Maria Formosa genannt, oder, übersetzt, Die Heilige wunderschöne Maria. Die beiden Kapellen waren auch mit dem Wand- und Bodenmosaik geschmuckt. Einer Legende nach fand Maximilian das begrabene Gold und schenkte es dem Kaiser Justinian, der Maximilian mit dem Erzbischofstuhl belohnte.
Doch eine der schönsten frühbyzantinischen Basiliken in Europa befindet sich in Poreè. Sie wurde nach dem Bischof Euphrasius genannt, der auf Fundamenten einer alten Kirche im 6. Jh. die prachtvolle Dreischiffbasilika bauen ließ.
UNESCO
Eine der schönsten frühbyzantinischen Basiliken in Europa, die 553 Jh. gebaut ist, befindet sich in POREÈ. Sie wurde nach dem Bischof Euphrasius genannt, der auf Fundamenten einer alten Kirche im 6. Jh. die prachtvolle Dreischiffbasilika bauen ließ.
Euphrasiusbasilika
Der ganze Komplex der Euphrasiusbasilika, d.h. die Kirche, Taufkapelle, der Atrium und der einstige Bischofpalast, befindet sich seit 1997 auf der Liste des von UNESCO geschützten Kulturerbes. Besonders interessant sind die prunkvollen Mosaike in der Apsis und Marmorplatten mit Inkrustationen aus Perlmutt und buntem Stein.
Ursprünglich befand sich an der Stelle der heutigen Basilika das sog. Maurosoratium, einer der ersten Sammelorte der Christen. Es wurde nach dem Beschützer der Stadt und des Bistums von Poreè, dem Bischof und Märtyrer Mauro, genannt. Es wurde während der größten Verfolgung der Christen, unter dem Kaiser Dioklezian, zusammen mit der ganzen damaligen Priesterschaft von Poreè, getötet. Seine Reliquien befinden sich in Euphrasiusbasilika.









