Kultur

Kastell Grimani-Morosini


Fast über die ganze Placa (Stadtplatz) Nordseite erstreckt sich, das aus Stein gefertigte Kastell Grimani, dass auf der Halbinsel das am besten erhaltene Kastell und zugleich das größte Bauwerk in Svetvinčenat darstellt. Es ist schon seit Jahrhunderten das Wahrzeichen des Ortes auch wenn es früher einmal Zielort für Soldaten, adelige Gäste, Reiseschriftsteller und Händler war, zieht es heutzutage neugierige Passanten und Touristen an.

Die erste Festung wurde noch zu Beginn des 13. Jahrhunderts erbaut, doch die turbulenten Kriegsjahre hatten häufige Vernichtungen zur Folge, danach folgten Erneuerungen und Änderungen des Erscheinungsbilds des Kastells, wobei sich außer dem Aussehen auch die Eigentümer des Besitzes änderten. Nach dem Bischof, der Familien Castropola und Morosini geht der Besitz an die Patrizierfamilie Grimani di San Luca aus Venedig über.

Das heutige Aussehen erhält dieses Bauwerk im Jahre 1589, als Marino Grimani das niedergebrannte Kastell nach den Aufzeichnungen der venezianischen Architekten Scamozzi und Campagna renovieren ließ. Das Kastell ist mitunter eine der schönsten venezianischen Bauten dieser Zeit in Istrien. Auf drei Ecken-drei Türme, und auf der vierten-ein Palast mit Zimmern für die Herrschaften und einer Kapitänswohnung. Von diesen Türmen aus kontrolliert man alle vier Zugänge zur Stadt. Die Türme sind durch Wälle verbunden, die von außen am Boden Stützmauern haben, und an der Innenseite der gesamten Länge nach einen Balkon, von dem aus die Wächter durch die Schießöffnungen das Äußere beobachteten.

Am Tor befand sich neben einer einziehbaren Brücke auch ein großes Gitter zum Herablassen. Über dem Eingangstor befanden sich das Wappen des Kastells, das heutige Wappen von Svetvinčenat, sowie das Wappen der Familie Grimani di San Luca. Drinnen war außer dem breiten Hof noch die Wohnung des Ortsverwalters, das Lager für öffentliche Abgaben und Munition, das Waffendepot, Räumlichkeiten für 200 Musketiere und Lanzenträger sowie ein sehr sicheres unterirdisches Gefängnis. Im 19. Jh. überlässt die Familie Grimani das Kastell den Bischöfen, und diese übergeben es Anfang dieses Jahrhunderts der Gemeinde. Am Ende des 2. Weltkriegs fällt das Kastell erneut einem Brand zum Opfer.

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