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Kultur

Erkunden Sie die Vergangenheit Istriens mit traditionellen Spielen

Die Reise durch die Bräuche, Geschichte und Tradition Istriens beginnt mit der Erkundung zahlreicher Spiele, die vor langer Zeit in Istrien gespielt wurden, und manche davon treffen wir auch heute noch an.

barban prstenacDas Pljočkanje oder Pločkanje ist ein Spiel, das weit in die Vergangenheit Istriens zurückreicht. Ausgedacht wurde es von Hirten, die sich während des Hütens des Viehs oder am Sonntag, dem Ruhetag, die Zeit vertreiben wollten. Heute ist das ein richtiges Sportspiel mit festgelegten Regeln, das auf Volksfesten überall in Istrien gespielt wird. Für das Spiel benötigt man einen kleineren, Handflächengroßen Stein, in Istrien als Pljočka bezeichnet, und einen größeren Stein namens Grota. Spielen können mindestens zwei Teilnehmer. Wer den Pljočka-Stein am nähesten zum Grota-Stein hinwirft, ist der Gewinner. Geworfen wird von einer fünf Meter langen Linie aus.

Kartenspiele waren von jeher Teil der Tradition und Kultur dieses Raums und der Art und Weise, wie man seine Freizeit in Istrien verbrachte, beim Weintrinken während eines geselligen Beisammenseins in einer Konoba. Am beliebtesten waren die aus Italien stammenden Kartenspiele, Briškula (ital. Briscola) und Trešete (ital. Tressette), die sich im Raum Istrien voll und ganz heimisch gemacht haben und zu einem autochthonen Spiel wurden. Meistens werden sie abwechselnd nacheinander gespielt. Die in diesen zwei Kartenspielen gebrauchte Terminologie ist ein Gemisch aus italienischer und kroatischer Sprache, stark beeinflusst von dem istrischen Dialekt. Ebenfalls kennzeichnend für diese Kartenspiele ist das Kommunizieren durch Zeichen oder Moti (unbemerkbare Signale) zwischen den Partnern im Spiel, damit die verfügbaren Karten maximal zum Gewinn genutzt werden, was den Spielen eine zusätzliche unterhaltsame Note verleiht.

Barban_Trka na prstenacDas „Rennen um den Ring“ - Trka na Prstenac - ist ein Ritterspiel, das sich zum Wahrzeichen des kleinen istrischen Städtchens Barban entwickelt hat. Es wurde zum ersten Mal im Jahr 1696 abgehalten, damals organisiert von der venezianischen Familie Loredan. Diese Familie war damals der Besitzer von Barban; sie wollten in Messezeiten möglichst viele Besucher anlocken. Die Ringreiter waren meist Adelige oder Bürger, die ein Pferd und Ritterzeug besaßen.

Das Spiel ist eigentlich nicht leicht – deshalb bereitet man sich monatelang vor, um zu gewinnen. Ziel des Spiels ist, die 150 lange Strecke innerhalb von zwölf Sekunden im vollen Galopp zurück zu legen und einen Ring mit einer Lanze zu treffen. Jeder Teilnehmer legt die Strecke dreimal zurück. Der Ring setzt sich aus zwei miteinander verbundenen konzentrischen Kreisen zusammen, womit vier Felder gebildet werden. Ein Treffer auf die Seitenfelder bringt einen halben Punkt, auf das untere Feld einen Punkt, oberhalb der Mitte zwei Punkte und in die Mitte drei Punkte.

Den Gewinner ermitteln die Schiedsrichter. Der Ritter mit den meisten gewonnenen Punkten wird zum Gesamtsieger des Ringreitens Trke na Prstenac erklärt. Mehr über Barban, den Ort, in dem dieses anspruchsvolle Ritterspiel abgehalten wird, finden Sie hier auf.


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