Istrische Kastelle

Kastell in Hum


Das mittelalterliche Hum gilt als die kleinste Stadt der Welt, und wurde schon im Jahr 1102 in der Schenkungsurkunde des Markgrafen Ulrich II. erwähnt.

Der Willkommensgruß für jeden Besucher in dieser mittelalterlichen Kleinstadt auf dem Hügel über der Quelle des Flusses Mirna steht auf dem Hauptstadttor, das die folgende Inschrift trägt: "Komm und besuche diese kleine Stadt, denn ihr harter Stein begrüßt dich herzlich". Der Durchgang durch das doppelte Eingangstor vom Anfang des 12. Jahrhunderts, und dieses aus dem Jahr 1562 erhaltene, führt uns zum Platz der kleinsten Stadt der Welt, Hum. Auf einem außerordentlich kleinen Raum befindet sich alles, was zu einer Stadt gehört: die Stadtloggia, Häuser der Adeligen und gewöhnlicher Bürger, die Pfarrkirche und Residenz für den Pfarrer. Castelum Cholm wurde erstmals schon 1102 in der Schenkungsurkunde des istrischen Markgrafen Ulrich II. erwähnt, in der er Hum, mit noch einer Reihe anderer Besitztümer, dem Patriarchen von Aquileia übergab.

Das Kastell befand sich an der Stelle der heutigen Kirche der Maria Himmelfahrt, die 1802 an der höchsten Anhöhe der Stadt errichtet wurde, von wo aus man die Umgebung kontrollieren konnte. Es war rechteckig, 30 x 35 m (das waren typische Dimensionen aus jener Zeit), verbunden mit zwei Straßen und zwei Stadttoren, was eine bessere Kommunikation und Schutz ermöglichte. Der Eingang zum Kastell war von innen, von der Stadt aus, und obwohl das Kastell ursprünglich eine Verteidigunsfunktion hatte, war darin auch der Sitz der Feudalherren des Patriarchen von Aquileia, dem es gehörte.

Seit seiner Anfänge in der Urzeit bis zum Verfall Venedigs im Jahr 1797 war Hum eine Verteidigungsburg an der Grenze, voller Dynamik, Leben, Konflikte der verschiedenen Herren, Krieg und Frieden. Von der Antike an bis zum Spätmittelalter diente es als Verteidigungskastell eines Besitzes. Oft zerstört und wieder aufgebaut, kam es 1412 unter die Herrschaft Venedigs, das es zum Schutz seiner Grenzen gründlich erneuert. Das endgültige Ende kam wahrscheinlich in der Zeit der Uskokenkriege (1612 - 1618), als die ganze Stadt niedergebrannt wurde, und das Kastell nicht mehr erneuert. Seine Bausteine wurden allmählich für den Bau anderen Häuser abgetragen, und nach dem Bau der Kirche verlieren sich all seine Spuren.

Wegbeschreibung:
Von Rijeka aus durch den Tunnel Učka bis Roč, dann links über die engere Straße, die nach Hum führt. Von Pula aus kann man mit dem Zug bis Hum reisen, und einen Teil des Weges zu Fuß zurücklegen; oder mit dem Auto über die Straße Pazin-Cerovlje-Buzet-Roč

Anmerkung:
Besuchen Sie auf alle Fälle die Allee der Glagolitiker Županski stol.

T: +385 (0)52 662 343
tzg-buzeta@pu.t-com.hr
www.tz-buzet.hr

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