Römisches Erbe

Betiga


Betiga ist eine Siedlung, einen Kilometer nordöstlich von der touristischen Siedlung Barbariga, und fast mit Peroj integriert. Es war von der Antike bis zum frühen Mittelalter dicht besiedelt; das beweisen zahlreiche Überreste, und in der Umgebung befinden sich auch noch nicht erforschte prähistorische Wallburgen.

Die römische Siedlung Betiga entwickelte sich vom 1. bis zum 5. Jahrhundert, und in jener Zeit wurden einige Sommervillen erbaut. Im Ort befinden sich auch Überreste der frühchristlichen Kirche der hl. Agnese, aber am interessantesten sind die archäologischen Umrisse des Klosters des hl. Andreas, einen Kilometer westlich von der Siedlung. Dieser Komplex ist vollkommen erforscht; seinen Kern bildet eine dreiblättrige Kapelle vom Anfang des 5. Jahrhunderts, in der ein mehrfarbiges Fußbodenmosaik erhalten geblieben ist. Die Kapelle wurde in der ersten Hälfte des gleichen Jahrhunderts zu einem Altarraum, eingebaut in die dreischiffige Basilika, in deren Mittelschiff ein Teil des gleichen Mosaiks erhalten geblieben ist. In der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts baute man der Kirche ein Kloster an, zwei Jahrhunderte später ein Baptisterium, und im 8. Jahrhundert eine Grabkapelle. Der Komplex wurde im 13. Jahrhundert verlassen, und seitdem ist er langsam verfallen.

Wegbeschreibung:
Betiga ist eine Siedlung, die zur Region der Stadt Vodnjen gehört, 20 km nordwestlich von der Stadt Pula und 1km nordöstlich der touristischen Siedlung Barbariga.

Betiga
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