ABC der Trüffel: Alles, was Sie wissen müssen
Geschichte und Legende
Antike
Die ersten Nachrichten über Trüffel erscheinen in der Schrift „Naturalis Historia“ von Plinius dem Älteren. Im 1. Jhdt. v. Chr. verbreitete sich dank des griechischen Philosophen Plutarch von Chaironeia der Glaube, dass dieser wertvolle Pilz durch die kombinierte Wirkung von Wasser, Wärme und Blitzen entstanden sei. Diese Tatsache hat zahlreiche Schriftsteller inspiriert; einer von ihnen, Juvenal, war der Meinung, dass dieser kostbare Pilz aus einem Blitz entstand, den Jupiter in unmittelbare Nähe einer Eiche warf (der Vater der Götter betrachtete diese als heiligen Baum). Da Jupiter auch für seine ausgeprägte sexuelle Aktivität bekannt war, werden dem Trüffel seit jeher auch aphrodisierende Eigenschaften zugeschrieben.
Mittelalter und Renaissance
Der Trüffel bleibt weiterhin ein erlesenes Lebensmittel, vor allem auf den Tischen des Adels und der Prälaten. Einige Fachleute dieser Epoche hielten sein Aroma für eine Art Quintessenz, die im Menschen Ekstase auslöst.
Der Trüffel aus dem Piemont – Alba und Istrien
Im 18. Jahrhundert wurde der Trüffel aus dem Piemont auf allen europäischen Höfen als eines der schmackhaftesten Lebensmittel betrachtet. Unter den größten Feinschmeckern dieser erdigen Frucht muss auch der Musiker Gioacchino Rossini erwähnt werden, der den Trüffel den „Mozart der Pilze“ benannte.
Obwohl die weißen Trüffel aus dem Piemont und aus Istrien schon immer die am meisten geschätzte Sorte waren, wurde der Tuber magnatum Pico erst im 20. Jahrhundert weltweit bekannt, dank der genialen Werbekampagne von Giacomo Morra, einem Hotelier und Gastwirt aus Alba, der bereits im Jahr 1933 vom Londoner Times zu Recht zum „König der Trüffel“ erklärt wurde.